Wanderung zur Rapsblüte, von Hochdorf nach Sempach

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Wanderung zur Rapsblüte, von Hochdorf nach Sempach

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Das Plateau zwischen dem Baldegger- und dem Sempachersee gehört zu unseren Lieblingswanderzielen, denn es bietet viele Wege für alle Jahreszeiten und angenehme Naturspaziergänge. Im April und Mai blüht der Raps auf den Feldern rund um die Seeufer und die umliegende Landschaft mit den schneebedeckten Alpen im Hintergrund wird noch beeindruckender! Wir waren hier für eine wunderschöne Wanderung von Hochdorf zur Altstadt von Sempach am gleichnamigen See und geben dir in diesem Artikel alle Informationen und einige Tipps für eine angenehme Wanderung.

Hochdorf

Sempach

Wir lieben... die Rapsblüten!

Im Frühling gibt es nichts Schöneres, als auf den Schweizer Hochebenen zu wandern, um das langsame Erwachen der Natur zu genießen, sich in Form zu bringen und sich allmählich auf die neue Wandersaison vorzubereiten. Das Mittelland, das zwischen den Kantonen Luzern und Aargau liegt und sich durch drei Seen auszeichnet – den Baldegger-, den Hallwiler- und den Sempachersee – ist definitiv eines unserer Lieblingsziele, nicht nur wegen seiner Nähe zu Luzern – unserer Stadt – sondern auch und vor allem, weil es viele Wandermöglichkeiten bietet. Außerdem kannst du hier auch in geringer Höhe wirklich herrliche Ausblicke auf die umliegende Landschaft genießen. Wir haben diese Gegend im Mai noch einmal besucht, wenn die Rapsfelder in voller Blüte stehen und die Landschaft noch überraschender und farbenfroher wird. Hier ist also unsere Reiseroute und einige nützliche Tipps!

Anreise

Anreise mit ÖV

Hochdorf Bahnhof

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Der Ausgangspunkt dieser Wanderung – der Bahnhof Hochdorf – ist von den größeren Städten der Schweiz aus leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Von Luzern aus bringt dich die S9 in etwa 30 Minuten zum Bahnhof Hochdorf. Von Zürich und Lugano aus ist es ratsam, nach Luzern zu fahren und von dort aus weiter wie oben beschrieben.

***ACHTUNG***: Aufgrund von Bauarbeiten am Bahnhof Luzern kann es derzeit besser sein, in Rotkreuz auszusteigen und von dort mit dem Bus 110 nach „Hochdorf, Bahnhof“ weiterzufahren. In beiden Fällen dauert die Fahrt etwa 1 Stunde.

Reisende aus Basel müssen etwa zwei Stunden fahren und in Zürich oder Olten umsteigen, während Reisende aus Bern etwa eineinhalb Stunden fahren und in Sursee und dann in Sempach umsteigen müssen. Zugtickets kannst du wie immer über die SBB-Website oder die SBB-App kaufen. Wie immer empfehlen wir dir, dich im Voraus über dieselbe Website oder App über die aktuellen Fahrpläne und die verschiedenen Reisemöglichkeiten zu informieren.

Anfahrt mit dem Auto

Hochdorf Bahnhof

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Der Ausgangspunkt dieser Exkursion – der Bahnhof Hochdorf – ist auch mit dem Auto von den wichtigsten Städten der Schweiz aus gut erreichbar. Von Zürich aus erreichst du die Stadt in etwa 45 Minuten über die A4. Von Basel aus erreichst du dein Ziel über die A2 in etwa einer Stunde. Von Bern aus musst du etwa anderthalb Stunden über die A1 und A2 fahren. Von Lugano schließlich dauert die Fahrt zweieinhalb Stunden über die A2, die durch Luzern führt. Wie immer empfehlen wir dir jedoch, die öffentlichen Verkehrsmittel zu wählen, und zwar aus zwei Gründen: Erstens ist die vorgeschlagene Route eine lineare Strecke, so dass du am Ende deines Ausflugs mit dem Bus oder dem Zug zurück nach Hochdorf fahren musst; zweitens gibt es in der Gegend um den Startpunkt der Route nicht viele Parkmöglichkeiten. Für diejenigen, die mit dem Auto anreisen, gibt es einen kleinen Parkplatz unweit des Ortszentrums oder alternativ den kleinen SBB P+R-Parkplatz am Bahnhof Hochdorf.

Wanderübersicht & Karte

Die Wanderung, die wir vorschlagen, ist eine lineare Route, die am Bahnhof in Hochdorf beginnt und durch blühende Rapsfelder und Wälder bis zur Altstadt von Sempach am Ufer des gleichnamigen Sees führt. Unterwegs hast du die Möglichkeit, zwei historische Kapellen und das Denkmal von Arnold Winkelried, dem Helden der Schlacht von Sempach, zu besuchen. Die Gesamtstrecke von etwa 16,5 km hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad (vor allem wegen ihrer Länge), verläuft aber vollständig auf unbefestigten Wegen und asphaltierten Abschnitten. Es ist eine sehr angenehme Route, denn sie bietet entlang des Weges einige Panoramablicke von seltener Schönheit. Entlang des Weges gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten. Wenn du es vorziehst, dein Mittagessen aus dem Rucksack mitzubringen, gibt es kurz vor Sempach, in der Gegend von Steiniberg, einen großen Picknickplatz mit Toiletten.

Hochdorf-Sempach-Höhenprofil

Von Hochdorf nach Römerswil

Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof in Hochdorf. Der Tag ist sonnig und klar und wir sind froh darüber, denn so können wir den herrlichen Panoramablick auf das Mittelland und die Alpen von den Hügeln von Römerswil aus genießen. Um den offiziellen Wanderweg zu erreichen, verlassen wir den Bahnhof und gehen etwa 500 Meter auf der Hauptstraße des Ortes weiter. Von hier aus biegen wir links ab und befinden uns nach wenigen Metern außerhalb des Stadtzentrums, inmitten blühender Felder und Bauernhöfe. Nach weiteren 500 Metern taucht der Weg in einen dichten Wald ein, dem wir etwa anderthalb Kilometer folgen, während wir der Stille um uns herum lauschen und die Ruhe des Ortes genießen. Als wir aus dem Wald herauskommen, beginnen wir einen leichten Anstieg entlang des Hügels von Römerswil. Der Aufstieg ist nicht besonders anspruchsvoll und bei der Ankunft – fast oben angekommen – wirst du mit dem Blick auf herrlich blühende Rapsfelder belohnt: Der Wanderweg führt direkt an ihnen vorbei! Wir halten an, um ein paar Fotos zu machen und zu verschnaufen, und fahren dann weiter nach Römerswil. Hier beschließen wir, die Pfarrkirche St. Bartholomäus zu besuchen und nutzen nach der Besichtigung die Bänke rund um die Kirche und den Trinkwasserbrunnen für eine Snackpause und zum Auffüllen unserer Wasserflaschen. Wir ruhen uns etwa 15 Minuten lang aus und sind dann wieder bereit, weiterzulaufen.

Von Römerswil zur Wallfahrtskapelle Gormund

Von der Pfarrkirche St. Bartholomäus kehren wir ein paar Meter zurück und nehmen den Wanderweg zu unserer Rechten, der wieder in die bewirtschafteten Felder und aus dem Ort herausführt. Von hier aus führt der Weg wieder in den Wald und kommt nach etwa einem Kilometer wieder heraus. Nach weiteren anderthalb Kilometern erreichen wir das erste der beiden Restaurants entlang der Route: den Landgasthof Gormund. Normalerweise ist er am Wochenende ganztägig geöffnet und bietet typische Schweizer Gerichte und verschiedene Optionen für Aperitifs und Nachmittagsimbisse. Nicht weit vom Landgasthof Gormund entfernt kannst du auch die Wallfahrtskapelle Gormund besuchen. Diese charmante kleine Kirche, ein historisches Wallfahrtsziel, stammt aus dem Jahr 1500 und ist sehr gut erhalten. Sie liegt auf einer kleinen Anhöhe und du wirst sie bestimmt nicht übersehen können! Nach deinem Besuch kannst du deinen Weg in Richtung Sempach einfach auf einer Straße fortsetzen, die an einigen Golfplätzen und anderen Unterkünften vorbeiführt. Nachdem du die Golfplätze passiert hast, beginnt der lange Abstieg nach Sempach und zu den Ufern des gleichnamigen Sees. Nur einen Kilometer später erreichen wir nämlich das zweite Restaurant unserer Route: die Wirtschaft zur Schlacht.

In Richtung Sempach

Die Wirtschaft zur Schlacht hat täglich außer dienstags geöffnet und ist auch eine gute Wahl für ein Mittagessen am Sonntag. Sie bietet eine Außenterrasse und einen schönen Blick auf die umliegende Landschaft. In der Umgebung kannst du auch einen kurzen Besuch der historischen Schlachtkapelle und des Denkmals für Arnold Winkelried machen, den Helden der Schlacht von Sempach, die am 9. Juli 1386 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Herzog Leopold III. von Habsburg stattfand. Es heißt, dass die eidgenössischen Soldaten während der Schlacht von der undurchdringlichen Speerwand der österreichischen Ritter erdrückt wurden. An diesem Punkt beschloss Arnold Winkelried, sich für den Sieg zu opfern, indem er sich gegen den Feind warf, die Speere aufhob und auf diese Weise eine Bresche in die gegnerischen Reihen schlug, dank derer die eidgenössischen Soldaten die Schlacht gewinnen konnten.
Der letzte Teil unserer Wanderung beginnt bei der Schlachtkapelle und führt langsam hinunter nach Sempach, vorbei an einem kleinen Waldgebiet mit einem romantischen Teich. Hier findest du auch einen Picknick- und Grillplatz sowie Toiletten. Von hier aus sind es noch etwa zwei Kilometer bis zur Stadt Sempach. Wir erreichen Sempach über das „Luzerner Tor“, das Stadttor, das nach Süden und in Richtung der Stadt Luzern blickt. Wenn du hier ankommst, kannst du dich entscheiden, ob du die Altstadt besuchst oder weiter zum Bahnhof gehst. Wir entschieden uns für die erste Variante und verlängerten unseren Weg ein wenig, um die Hauptstraße der Stadt entlangzugehen und zum Seeufer und dem Park hinunterzugehen. Der Bahnhof von Sempach-Neuenkirch, der Ankunftsort der Exkursion, befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums. Der Weg ist gut ausgeschildert und um ihn zu erreichen, musst du nur den Wegweisern folgen oder alternativ den Bus 88 oder den Bus 84 ab der Haltestelle „Sempach Stadt, Post“ nehmen.

Tipps

1

Abhängig vom Abfahrtsort kann es sein, dass du eine Zug- oder Busverbindung nehmen musst, die über Sempach führt, bevor du Hochdorf erreichst. Steig in diesem Fall in Sempach aus und folge der Route in die andere Richtung.

2

Die Wallfahrtskapelle Gormund und die Schlachtkapelle sind nur zwei der vielen Kapellen auf oder in der Nähe dieser Route. Wenn du also den Willen und die Zeit hast, warum machst du dich nicht auf die Suche nach den anderen?

3

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