Entlang des Verzascatals: von Posse bis Brione

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Entlang des Verzascatals: von Posse bis Brione

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Das Verzascatal ist ein echtes Natursymbol des Tessins. Hier wetteifern jedes Jahr viele Fotografen und Instagrammer darum, das schönste Bild der grünen Berge, der fein geschliffenen Felsen und des türkisfarbenen Wassers einzufangen. Aber die Verzasca mit ihren hochgelegenen Dörfern und Steinhäusern ist auch ein Zeuge des schwierigen Alltags in den entlegensten Bergtälern.

Verzascatal

Wir lieben... dal Verzascatal!

Die Verzasca ist ein enges, V-förmiges Tal von etwa 25 Kilometern Länge, das von üppigen Bergen, kristallklarem Wasser und alten Dörfern mit Steinhäusern geprägt ist. Es grenzt an das Leventina– und das Maggiatal und ist von Bergen umgeben, die durchschnittlich 2.400 Meter hoch sind, während der Talboden zwischen 500 und 900 Meter hoch ist. Das Wasser ist hier der Meister. Die Wasserfälle, die an den Berghängen zu sehen sind, sind zahlreich. Aber die eigentliche Attraktion des Tals sind die zahlreichen natürlichen Pools des Verzasca-Flusses, die für die türkisfarbene Farbe ihres Wassers berühmt sind. Trotz seiner angeborenen Schönheit, seiner alten Geschichte und seiner Nähe zu den Städten hat das schwer zugängliche Tal seine historischen Bräuche und Traditionen lange bewahrt, die ihm auch heute noch ein authentisches Flair verleihen.

Anreise

Anreise mit ÖV

Verzasca: erste Bushaltestelle

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Das ganze Tal wird von der PostAuto-Linie 321 bedient, die vom Bahnhof Tenero nach Sonogno führt und der Kantonsstraße auf der Ostseite des Tals folgt. Die Linie verkehrt das ganze Jahr über, aber die Frequenz ist variabel. Der Bahnhof Tenero ist auch mit den FSS-Zügen gut zu erreichen. Zug- und Busfahrkarten kannst du auf der SBB Website oder über die SBB App kaufen. Wie immer empfehlen wir dir, dich im Voraus über die aktuellen Fahrpläne und die verschiedenen Reisemöglichkeiten zu informieren.

Anfahrt mit dem Auto

Verzasca: erster Parkplatz

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Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist es möglich, das Tal über die Kantonsstraße zu erreichen, die auf der Ostseite des Tals durch Vogorno, Corippo, Lavertezzo und so weiter bis Sonogno führt, wo sie endet. Entlang der Straße gibt es mehrere Parkmöglichkeiten.
Der Zugang zum Tal ist auch auf der Westseite möglich, wo die Straße in Mergoscia endet. Von hier aus kannst du den Wanderweg nehmen, der durch das Dorf Corippo bis nach Sonogno führt.

Wanderübersicht & Karte

Der „Sentierone della Verzasca“ ist ein langer Wanderweg, der vom Verzasca-Damm nach Sonogno führt. Er ist etwa 24 km lang und man braucht etwa 9 Stunden, um ihn komplett abzuwandern. Wir empfehlen dir daher, ihr in Etappen zu folgen: Entlang der Route gibt es zahlreiche Gästehäuser, Landhäuser und Bed & Breakfasts. Es ist jedoch ein einfacher Weg, der für alle zugänglich ist und auch für Familien mit Kindern geeignet ist, die auf der gesamten Strecke mehrere Möglichkeiten zur Unterhaltung finden. Die Nähe zur Kantonsstraße auf der Ostseite des Tals ermöglicht es dir, die Route jederzeit an einer der vielen Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel zu unterbrechen (wenn du dich auf der Westseite der Route befindest, musst du natürlich zur ersten brauchbaren Querungsbrücke gelangen). Aufgrund der starken Wasserführung an den Talseiten können jedoch im Frühling und Herbst oder nach starken Regenfällen einige Abschnitte rutschig sein: Sei also vorsichtig!

Verzasca - Höhenprofil

Der Startpunkt dieser Wanderung

Die Route, die wir gelaufen sind, beginnt an der Bushaltestelle „Lavertezzo Ai Poss“ und führt hinauf nach Brione Verzasca. Die Bushaltestelle „Lavertezzo Ai Poss“ befindet sich an der Kantonsstraße, auf einer Freifläche, auf der es auch einen kleinen Parkplatz für diejenigen gibt, die mit dem Auto anreisen. Gleich oberhalb der Haltestelle gibt es eine Pension und ein Bar-Restaurant. Da wir im Morgengrauen aufstehen mussten, um den Zug zu erwischen, ließen wir uns natürlich nicht die Gelegenheit entgehen, unseren Ausflug mit einem guten Espresso zu beginnen.
Während die Ankunft auf der Ostseite des Tals liegt, befindet sich der Wanderweg auf der Westseite. Um ihn zu erreichen, gibt es eine bequeme Fußgängerbrücke, die uns mit ihrem Blick auf das Flusswasser einen wunderbaren Vorgeschmack auf das gibt, was das Leitmotiv des Weges sein wird: Wasser! Ein Stück weiter führt eine kurze Steintreppe zu den ersten Steinhäusern, die für diesen Teil des Tessins charakteristisch sind.
Der bequeme und gut ausgetretene Weg führt am Fluss entlang und ermöglicht es uns, wunderbare natürliche Pools mit unglaublich kristallklarem Wasser zu fotografieren.

“Ponte del salto” und Lavertezzo

Nach etwa 1 km Fußmarsch erreichten wir die Ponte del Salto, eine echte Ikone des Tessins und sicherlich eine der beliebtesten und meistfotografierten Attraktionen des Tals. Fälschlicherweise auch „Römische Brücke“ genannt, stammt die heutige Brücke in Wirklichkeit erst aus dem siebzehnten Jahrhundert. 1868 teilweise zerstört, wurde die steinerne Fußgängerbrücke 1960 wieder aufgebaut und hat die charakteristische Form eines Doppelbogens. Wenn du sie überquerst, hast du einen einzigartigen Blick auf den Fluss und seine vielen natürlichen Pools, die von vielen Badegästen als privilegierter Ort der Freizeit und Sommerentspannung gewählt wurden. Etwas weiter hinten an der Brücke, auf der östlichen Seite des Tals, liegt das kleine Dorf Lavertezzo mit seinen Steinhäusern, das einen kurzen Besuch wert ist. Das Dorf, das vor allem für die „Ponte del Salto“ bekannt ist, wird von der Kirche Santa Maria degli Angeli im Barockstil aus dem 18. Jahrhundert dominiert.

Verzasca Valley Art Trail und Wasserfälle

Nach der Überquerung der Ponte del Salto geht es auf der Westseite des Tals weiter nach Ganne. Entlang dieses 4,5 Kilometer langen Streckenabschnitts befindet sich das Projekt „Ein Weg für die Kunst“, das mit der Absicht ins Leben gerufen wurde, die natürliche Schönheit des Verzascatals mit modernen Kunstwerken verschiedener Art in einem einzigartigen Ausstellungskontext zusammenzubringen. Die Werke wurden so konzipiert und gestaltet, dass sie sich in die umliegende Landschaft einfügen, wohl wissend, dass die Zeit, die Natur und die Hand des Menschen ihr Aussehen allmählich verändern würden, in einigen Fällen sogar bis hin zur völligen Zerstörung. Von den ursprünglich 34 Werken sind heute nur noch etwa zwanzig übrig, von denen einige so gut getarnt sind, dass sie für einen unaufmerksamen Wanderer unsichtbar sind. Der Weg ist jedoch durch entsprechende Schilder gut gekennzeichnet.
Auf halber Strecke angekommen, ist es nun an der Zeit, ein Sandwich zu essen und neue Energie zu tanken. Dazu haben wir uns einen der großen, geglätteten Steine am Wegesrand ausgesucht, von dem aus wir entspannt auf den Fluss und sein ruhiges Wasser schauen können. Ein kurzer Halt und weiter geht’s!
Ab hier ist der Weg geprägt von kleinen und großen Wasserfällen, die an den Wänden des Tals entlang fließen. Das interessanteste Gebiet ist sicherlich das, das sich auf dem Gebiet von Aquino (GPS 46.268293, 8.816291) entwickelt. Um das Überqueren der schwierigsten Streckenabschnitte zu erleichtern, wurden kleine Zebrastreifen eingerichtet. Der Bereich wurde außerdem mit Bänken und Tischen zum Ausruhen ausgestattet. Es lohnt sich also, einen Stopp einzulegen.
Ein Stück weiter kannst du an einem kleinen Selbstbedienungsregal hausgemachte Lebensmittel wie Marmeladen, Honig und Sirup kaufen. Zum Bezahlen gibt es natürlich die Ehrlichkeitsbox!

Endspurt und Ankunft

Wenn du müde bist, kannst du am Ende des „Art Trail“ an der Haltestelle „Brione, Ganne“ den Bus zurücknehmen. Aber in unserem Fall haben wir uns entschieden, noch etwa einen Kilometer weiter bis Brione Piee zu wandern und dabei die Verzasca-Brücke zu überqueren. Von Ganne aus führt der Weg nämlich auf der Ostseite des Tals weiter und wird etwas steiler. Auf dem letzten Stück gibt es kurze Auf- und Abstiege und das Tal wird enger. Es zeichnet sich durch das noch massivere Vorkommen großer farbiger Felsen entlang des Flussbetts aus, die zwischen ihnen auftauchen und verschwinden.
In Brione kannst du über einen Steg auf die Westseite zurückkehren. Hier gibt es ein Bar-Restaurant, in dem du dich erfrischen kannst, bevor du den Bus zurück in die Stadt nimmst.

Tipps

1

Die natürlichen Pools von Lavertezzo sind perfekt, um sich an einem heißen Sommertag abzukühlen. Die großen glatten Felsen rund um den „Ponte del Salto“ bieten einen bequemen Platz zum Ausruhen und Sonnenbaden. Eine Idee für einen noch angenehmeren Aufenthalt? Nimm ein Getränk oder eine Flasche Prosecco mit und stelle sie vor dem Trinken eine Weile in das kühle Wasser des Flusses! Aber nimm deinen Müll auf jeden Fall wieder mit!

2

Der ethnografische Weg Revöira, der in Lavertezzo beginnt, ist eine interessante Alternative zur klassischen Route auf der Westseite des Tals. Er ist den Almen oberhalb des Tals gewidmet und erzählt denjenigen, die ihn gehen, vom schwierigen Alltag der örtlichen Hirten in einer natürlichen Umgebung, die in der Vergangenheit (heute kaum zu glauben!) stark unter Wassermangel gelitten hat. Der Weg ist etwa 4,5 km lang und beginnt in Lavertezzo und führt durch Sambugaro und Revöira. Am Ende des Weges, in Motta, kannst du die Fußgängerbrücke über den Fluss überqueren und auf der Westseite zum Sentierone zurückkehren.

3

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