Genf, 8 Sehenswürdigkeiten für ein Wochenende

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Genf, 8 Sehenswürdigkeiten für ein Wochenende

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Genf ist eine elegante und kultivierte, moderne und alte Stadt, die dich mit ihrer Fähigkeit überraschen wird, eine mittelalterliche Seele mit einer jungen und modernen Einstellung perfekt zu verbinden. Die Stadt am Ufer des Genfer Sees, nur einen Steinwurf von der französischen Grenze entfernt, ist auf der ganzen Welt für ihre humanitäre Berufung und als Sitz der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes bekannt. Doch trotz ihres institutionellen Charakters findest du in Genf viele Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind, und viele Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten, gemischt mit dem unbestreitbaren Charme der französischen Sprache und Kultur. Wir waren an einem sonnigen Februarwochenende hier und stellen dir in diesem Artikel die acht Attraktionen vor, die du bei einem Wochenende in der Stadt unbedingt sehen musst!

Genf

Wir lieben... Genf!

Genf, die berühmteste französischsprachige Stadt der Schweiz, liegt am Ufer des Genfer Sees, wo die Rhone den großen Wasserspiegel verlässt, um ihre Reise erst nach Frankreich und dann zum Mittelmeer fortzusetzen. Die elegante und mondäne Stadt, die sowohl modern als auch alt ist, ist in der ganzen Welt für ihre humanitäre Berufung und als Sitz der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes bekannt. Aber trotz dieses starken institutionellen Charakters wirst du sicher von der Fähigkeit der Stadt überrascht sein, eine alte Seele mit einer jungen und modernen Einstellung zu verbinden. In Genf gibt es viele Attraktionen, die du dir nicht entgehen lassen solltest, und jede Menge Möglichkeiten für Freizeit und Unterhaltung. Und vergiss nicht, dass hier Französisch gesprochen wird: eine Sprache mit unbestreitbarem Charme! Wir waren an einem sonnigen Wochenende im Februar in Genf und zeigen dir in diesem Artikel die acht wichtigsten Attraktionen für dein Wochenende in der Stadt!

Anreise

Anfahrt mit ÖV

Genf Bahnhof

Anreise-mit-zug

Genf ist von den größeren Städten in der Schweiz und den Nachbarländern aus leicht mit dem Zug zu erreichen. Von Luzern bringt dich ein direkter Zug in etwa drei Stunden in die Stadt. Zürich und Bern werden natürlich auch von direkten Zügen bedient, die die Stadt in 2 Stunden und 45 Minuten und 1 Stunde und 45 Minuten erreichen. Die Fahrt von Basel nach Genf dauert etwa 2 Stunden und 45 Minuten, aber in diesem Fall musst du in Bern oder Biel/Bienne umsteigen. Von Lugano schließlich ist die Reise viel länger und dauert etwa 4 Stunden und 45 Minuten mit Umsteigen in Olten oder Zürich.
Der Genfer Bahnhof, den die Einheimischen „Gare de Cornavin“ nennen, liegt nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt, die du in nur 10-15 Minuten erreichen kannst. In der Umgebung des Bahnhofs gibt es auch gute Übernachtungsmöglichkeiten, die ideal für diejenigen sind, die mit dem Zug anreisen: So kannst du dein Gepäck bequem abstellen und dich in der Stadt bewegen. Zugtickets kannst du über die SBB-Website oder die SBB-App kaufen. Wie immer empfehlen wir dir, dich im Voraus über die Website oder die App über die aktuellen Fahrpläne und die verschiedenen Reisemöglichkeiten zu informieren.

Anfahrt mit dem Auto

Genf

Anreise-mit-auto

Genf ist natürlich auch mit dem Auto über das hervorragende Autobahnnetz erreichbar, das die Stadt mit den wichtigsten Schweizer Städten verbindet. Von Luzern, Zürich und Bern aus erreicht man die Stadt in etwa 2 Stunden und 50 Minuten, in 3 Stunden und 1 Stunde und 50 Minuten auf der A1. Von Basel dauert die Fahrt mit dem Auto über die A2 und dann über die A1 etwa zwei Stunden und 45 Minuten. Wenn du von Lugano nicht die Staatsgrenze überqueren willst, ist es ratsam, nach Luzern zu fahren und von dort aus der A1 nach Genf zu folgen. In diesem Fall dauert die Fahrt etwa 4 Stunden und 45 Minuten.
Die Stadt bietet viele kostenpflichtige Parkplätze, einige davon im Stadtzentrum oder in der Nähe, aber wie immer empfehlen wir dir, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und dein Auto zu Hause zu lassen: In der Stadt wirst du es nicht brauchen! Auf diesem Link findest du jedoch Informationen über das Parken in der Stadt und dessen Kosten.

Anfahrt mit dem Flugzeug

Flughafen Genf

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Genf hat einen internationalen Flughafen und ist daher leicht mit dem Flugzeug zu erreichen. Der Stadtflughafen liegt etwa 5 km von der Stadt entfernt und in der Nähe der französischen Grenze. Er wird von vielen Flügen aus Europa angeflogen, darunter auch von Billigfluglinien, und von einigen außereuropäischen Zielen. Vom Flughafen aus halten alle abfahrenden Züge im Zentrum von Genf und erreichen den Bahnhof Genf-Cornavin in nur 7 Minuten. Das „unireso zone 10“ Ticket kostet CHF 3,00. Alternativ kannst du auch einen Busservice oder den Taxiservice nutzen. Der Taxiservice kostet zwischen CHF 35,00 und CHF 45,00, je nach Verkehr auf der Strecke.

Top Sehenswürdigkeiten in der Stadt

La Vieille-Ville, das alte Herz der Stadt

La Vieille-Ville – die Altstadt von Genf – ist ein kleines Juwel! Du wirst es lieben, durch die kopfsteingepflasterten Straßen zu schlendern und in die Schaufenster der Handwerksläden und Kunstgalerien zu schauen. Dieser Teil der Stadt ist ein wahres historisches Freilichtmuseum, in dem sich alte Gebäude mit innovativen Realitäten vermischen. In den Straßen findest du auch das Maison Tavel – das älteste Privathaus der Stadt, das heute das Museum für Kunst und Geschichte beherbergt – die Kathedrale der Stadt, das Hôtel de Ville und den berühmten Place du Bourg-de-Four, wo du einen Kaffee oder ein Mittagessen im Pariser Stil genießen kannst.
Wenn du Lust hast, dich bei der Erkundung der Stadt wirklich zu verlaufen, fordern wir dich heraus: Versuche, mindestens drei der vielen überdachten Gehwege zu finden, die die Straßen des Zentrums miteinander verbinden!

Die Kathedrale Saint-Pierre und die Kapelle der Macchabees

Die Kathedrale Saint-Pierre liegt hoch oben im Stadtzentrum und ist ein absolutes Muss, sowohl wegen ihrer alten und reichen Geschichte als auch wegen der kleinen Schätze, die sie verbirgt. Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut, zeigt die Kathedrale heute einen überwiegend romanisch-gotischen Stil, aber einem aufmerksamen Auge entgehen nicht die vielen architektonischen Stile, die schon in den Säulen der Arkade und in den beiden Glockentürmen zu sehen sind. Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und verändert, ein Umstand, der seine Besonderheit noch unterstreicht. Aber die Kirche ist nicht nur für ihre architektonischen Besonderheiten berühmt, sondern auch dafür, dass sie der Ort ist, an dem der protestantische Reformator Johannes Calvin seine Predigten hielt. Im Inneren der Kirche kannst du sogar den einfachen Holzstuhl bewundern, auf dem Calvin zu sitzen pflegte.
Das wahre Juwel der Kathedrale liegt jedoch an einer versteckten Stelle, direkt vor dem Ausgang: Es ist die überraschende Kapelle der Macchabees. Sie wurde Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut, um die sterblichen Überreste eines Kardinals zu beherbergen, und ist sicherlich der am reichsten verzierte Teil der Kathedrale. Ihre Farben werden dich überraschen!
Der Eintritt in die Kirche und in die Kapelle ist frei. Alle Informationen findest du auf diesem Link (nur auf Französisch).

Die Aussicht von den Glockentürmen der Kathedrale

Doch bevor du die Kathedrale Saint-Pierre verlässt, gibt es noch etwas, das du nicht verpassen darfst: Steig die 157 Stufen des Glockenturms hinauf, um die herrliche Aussicht auf die Stadt und den See von oben zu genießen. Um die Spitze zu erreichen, musst du ein Ticket kaufen, das 7,00 CHF pro Person kostet, und dich anstrengen. Der Zugang erfolgt über den Südturm, in dessen Inneren sich eine alte Wendeltreppe befindet, die eng und steil ist und durch kleine Ampeln geregelt wird, die anzeigen, ob der Weg frei ist oder nicht. Während des Aufstiegs hast du die Möglichkeit, auf einer kleinen Seitenterrasse eine Pause zu machen. Der weiteste und schönste Blick ist aber sicherlich der vom Nordturm, der von den Bergen rund um die Stadt bis zum See und dem dort ausgestellten Jet d’Eau reicht. Eine Kuriosität: Bevor du die Terrasse des Nordturms erreichst, solltest du einen Moment innehalten und die imposante Holzkonstruktion betrachten, die das Dach der Kirche unter dir hält!

Der Jet d'Eau

Der Jet d’Eau ist das Wahrzeichen der Stadt und selbst von den Flugzeugen, die Genf überfliegen, gut zu sehen. Er ist ein Muss für einen ersten Besuch in Genf. Der Jet d’Eau, der Wasserstrahl, ist kein einfacher Springbrunnen, sondern eine mächtige Wassersäule, die 140 Meter hoch und mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde geschleudert wird. Dieses Symbol der Stadt hat eine kuriose Geschichte. Er entstand Ende des 19. Jahrhunderts, mitten in der industriellen Entwicklung, mit dem Ziel, als Sicherheitsventil zu fungieren, um überschüssiges Wasser (und Druck) aus den Versorgungskreisläufen der Hydraulikanlage von La Coulouvrenière abzulassen. Dieser erste Jet d’Eau reichte kaum 30 Meter hoch und befand sich weit von seinem heutigen Standort entfernt. Erst 1891 fand der Jet d’eau seinen eigentlichen Standort am Seeufer der Stadt, gleich hinter dem Jardin Anglais. Er ist tagsüber jeden Tag zu sehen, aber Vorsicht: Die Jahreszeit und die Windverhältnisse können die Betriebszeiten verändern!
Die Mutigsten können den Steg, der zum Jet führt, entlanglaufen und ganz nah an ihn herankommen. Aber sei vorsichtig, denn eine plötzliche Windänderung kann zu einem unerwarteten Schauer führen! Mehr Informationen findest du auf diesem Link.

Das Hôtel de Ville (Rathaus)

Das Hôtel de Ville ist das politische Herz der Stadt und beherbergt auch heute noch die Regierung des Kantons und der Republik Genf. Das alte Gebäude mit seiner Wendeltreppe ist sicherlich einer der faszinierendsten und „Instagrammable“ Orte in der Stadt. Der alte Kern des Gebäudes stammt aus dem fünfzehnten Jahrhundert, wurde aber im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und erweitert. Außerdem wurden hier wichtige Friedensverträge unterzeichnet, wie der von 1872 zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien und die erste Genfer Konvention, der Gründungsakt des Internationalen Roten Kreuzes von 1864.
Das Hôtel de Ville kann, zumindest in seinen äußeren Strukturen, jeden Tag kostenlos besichtigt werden und ist auch sonntags zugänglich. Verpasse nicht die Gelegenheit, die monumentale Treppe zu den oberen Stockwerken zu begehen, um einen besonderen Blick auf den Innenhof zu genießen!

Promenade de la Treille und die längste Bank der Welt

Nicht weit vom Hôtel de Ville entfernt liegt die elegante Promenade de la Treille, ein Aussichtspunkt, von dem aus du einen wunderbaren Blick auf die Stadt und den Park der Bastionen unter dir hast. Die Promenade hat uralte Ursprünge und geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als sie als zusätzliche Befestigung für die nahe gelegenen Regierungsgebäude gebaut wurde. Heute ist die Promenade de la Treille der Balkon der Stadt, ein Ort der Begegnung und Freizeit und eine kleine grüne Lunge, zusammen mit dem darunter liegenden Park der Bastionen.
Aber die unbestrittene Attraktion dieser Ecke der Stadt ist sicherlich die Banc de la Treille, die 120 Meter lange Holzbank, die den Guinness-Weltrekord hält!

Die Mauer der Reformatoren

Von der Promenade de la Trelle aus nimmst du einen der beiden Fußgängerstege auf beiden Seiten, um zum Parc des Bastions zu gelangen, der direkt unter dir liegt. Hier, im Herzen des Parks, steht das imposante Internationale Reformationsdenkmal. Diese riesige Mauer stellt in Form von Skulpturen und Flachreliefs die wichtigsten Protagonisten der Reformation dar: John Calvin, William Farel, Theodore von Beza und John Knox und andere Persönlichkeiten, die zur Verbreitung der Reformation in Europa beigetragen haben. Die Skulpturen haben einen strengen, aber unbestrittenen Charme.
Wenn du während deines Besuchs einen Kaffee oder einen Snack zu dir nehmen möchtest, findest du nicht weit im Park einen kleinen Kiosk.

Die glitzernden Kuppeln der russischen Kirche

Der letzte unumgängliche Halt in der Stadt, der vielleicht am wenigsten bekannt ist, ist die wunderschöne Russisch-orthodoxe Kirche. Sie liegt oberhalb des Quartier des Eaux-Vives und ist mit ihren goldenen Kuppeln von jedem leicht erhöhten Punkt der Stadt aus zu sehen, was sie zu einem funkelnden Wahrzeichen macht. Die kleine Kirche wurde Mitte des 18. Jahrhunderts auf Wunsch der russisch-orthodoxen Gemeinde von Genf gebaut, die den Bau auch finanziert hat. Sie liegt etwas abseits der üblichen Touristenrouten, aber deshalb empfehlen wir, sie bei einem Spaziergang durch die Stadt zu besuchen!

Tipps

1

Gäste, die sich für einen Aufenthalt in einem der Hotels der Stadt entscheiden, erhalten die Geneva Transport Card. Mit dieser Karte, die dir beim Einchecken im Hotel ausgehändigt wird, kannst du für die gesamte Dauer deines Aufenthalts unbegrenzt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der UNIRESO Genf fahren: Bus, Zug (einschließlich der Rückfahrt von Genf zum Flughafen) und Schiff (Mouettes Genevoises).

2

Wenn du im Frühling oder Sommer oder an einem sonnigen Wintertag hierher reist, empfehlen wir dir, im Cottage Café zu Mittag zu essen oder zu frühstücken. Das Café-Restaurant befindet sich direkt hinter dem Denkmal von Karl II. von Braunschweig. Hier gibt es gutes Essen und eine ausgesprochene Urlaubsatmosphäre. Die Außenterrasse ist groß und gut organisiert, während die Innenräume eher begrenzt sind, daher solltest du im Voraus reservieren. Wenn du hingegen lieber schnell und zu einem günstigeren Preis zu Mittag essen möchtest, empfehlen wir dir das ausgezeichnete Crepes-Angebot der Crêperie du Molard in der Rue Neuve-du-Molard 19.

3

Um während deines Stadtbummels neue Energie zu tanken, darfst du einen Besuch in der Konditorei Aux Merveilleux de Fred in der Cours de Rive 14 nicht verpassen. Hier gibt es mit Sicherheit das beste Pain au chocolat, das du je gegessen hast!

4

Das Gebiet unter der großen Kathedrale Saint-Pierre ist seit vielen Jahren Gegenstand von archäologischen Ausgrabungen, die die alten Strukturen und Fundamente von Gebäuden ans Licht gebracht haben, die vor der heutigen Kathedrale existierten. Die archäologischen Ausgrabungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich, wenn du in der Kathedrale einen Eintrittspreis von 8,00 CHF pro Person bezahlst. Es gibt auch Kombitickets für alle Attraktionen der Kathedrale, einschließlich des archäologischen Bereichs und der Besteigung der Glockentürme. Wir mussten leider aus Zeitgründen auf diesen Besuch verzichten. Was ist mit dir? Wenn du schon einmal hier warst oder einen Besuch der Ausgrabungen planst, lass es uns wissen, indem du unten einen Kommentar hinterlässt oder, wenn du magst, einen Artikel schreibst, der in unserem Blog veröffentlicht werden soll!

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